Die aktuellen Programme:

mit Hut

"Direkt wie ausm Leben"

Komödien, Tragödien und der höhere Blödsinn

Überall ist Irrenhaus und überall das Paradies! Man muss nur wissen, ob man sich gerade in dem einen oder in dem anderen befindet. Mit seinem neuesten Programm bleibt Scheibner zwar Scheibner - und doch stellt er sich diesmal als ein ganz anderer vor:

Scheibner, der Erzähler abgründiger
Alltagsgeschichten;
Scheibner, der Träumer;
Scheibner der Poet mit der entgleisten Lyrik.

Zwar kann er es natürlich nicht lassen, auch einige Seitenhiebe auf den aktuellen politischen Schwachsinn auszuteilen -

hauptsächlich aber sind es diesmal Geschichten vom Pensionär im Supermarkt, vom lieben Gott am Küchentisch, von den falschen Witwen in Ohlsdorf, aber auch Haarsträubendes aus glorreicher Zeit oder vom Martyrium auf dem Elternabend.

Scheibner also mehr in seiner "eigenen Schreibe": Komödien, Tragödien und der höhere Blödsinn.


Scheibner 2007... das ist das neue Programm zur Lage und für alle Lebenslagen. Schnell noch die absurdesten Vergnügungen mitnehmen - man weiß ja nicht, wie lange es noch lustig ist. Ein Programm - turbulent und giftig aus des Spießers Wunderwelt und dem ganz normalen Blödsinn des täglichen Daseins. Ein neuer Scheibner - mit der alten doppelbödig liebenswürdigen Boshaftigkeit. Einer, der sich in seinem Publikum selber erkennt - und das ist bitter genug - fürs Publikum! Einstweilige Vergnügung - denn zuerst tut es gut aber dann kommt der bittere Nachgeschmack!


Hans



Aber Hallo

Das Beste aus 40 Jahren Jubiläumsprogramm 2006/7 zieht Hans Scheibner eine Zwischenbilanz seiner satirischen Wühlarbeit. Dies Programm ist nicht einfach ein Best-Off-Programm. Scheibner spannt den Bogen von damals als er noch fragte, was in Achterndiek hinterm Deich geschieht - bis heute, wo mindestens einer seiner bekanntesten Titel immer noch oder sogar mehr denn je aktuell ist: Das macht doch nichts, das merkt doch keiner! 40 Jahre steht das sogenannte "Urgestein" Scheibner auf den Kabarettbühnen und im Fernsehen.

20 Bühnenprogramme hat er im Laufe seiner Karriere geschrieben, 16 Bücher sind erschienen, rechtzeitig zu seinem Jubiläumsjahr sind seine besten Songs in 4 CDs neu aufgelegt worden und ein Buch erscheint: Das Große-Hans- Scheibner-Buch ( Europäische Verlagsanstalt Hamburg) - aber das "Urgestein" gibt keine Ruhe. Scheibner rechnet ab (vorläufig!) und zieht die Summe aus den bekannten und beliebten Stücken seiner satirischen Texte und Lieder mit den neuesten Anschlägen auf das bundesdeutsche Marionettentheater!




Wer nimmt Oma?
Neue und beliebte Weihnachts-Satiren Alle Jahre wieder die neuesten Weihnachtssatiren und dazu neue Lieder und Szenen. Aber auch einige der besten bekannteren Stücke dürfen nicht fehlen. Gesa Scheibner(15) bringt Variationen zum Thema "Ich glaub ja auch an den Weihnachtsmann". Auch Petra Verena Milchert-Scheibner ist wieder dabei - mit neuen Liedertexten und in ihrer Paraderollen als Eva von St.Pauli: Weihnachten im Silbersack sowie als Organisations-Genie beim Weihnachtseinkauf im Supermarkt mit vier Kindern.

Hans Scheibner erzählt von Walther und Willys feuchtfröhlicher Weihnachtsfeier und wie sein Vater nach dem Krieg die Ölheizung und die Küchenmaschine erfand - und natürlich - same procedure as every year - die typisch deutsche Weihnachtsgeschichte "Wer nimmt Oma"? Auf jeden Fall wird es wieder: Schrecklich gemütliche Weihnachten. Mitwirkende: Hans Scheibner, Petra-Verena Milchert-Scheibner, Gesa Scheibner




"Ich werde nie, erwachsen, nie!"

Hans Scheibner liest seine lästerlyrischen Verse begleitet und ergänzt von Dominik Heins am Klavier Jazz und Boggie Scheibner kennen viele als Kabarettisten, als Satiriker und als Liedermacher. Dabei begann seine Karriere eigentlich im wahrsten Sinne "lyrisch". Schon in den siebziger Jahren fiel er nämlich mit seiner sogenannten "Lästerlyrik" auf - kleinen lyrisch-satirischen Gedichten, die er erstmals in Hamburg in der Wendeltreppe vortrug. Schließlich trat er zusammen mit Fritz Grasshoff auf - der für seine "Lästerlieder" berühmt und beliebt war - zum Unterschied nannte man dann Scheibners Gedichte "Lästerlyrik".

Obwohl Scheibner sich dann immer mehr zum Liedermacher und Kabarettisten entwickelte (Das macht doch nichts, das merkt doch keiner) schrieb er nebenbei nach Lust und Laune immer wieder neue lästerlyrische Gedichte und sammelte sie in den Jahren. Nun hat der Deutsche-Taschenbuch-Verlag Scheibner als satirischen Lyriker wieder entdeckt. Was Scheibner so nach und nach neben seiner Kabarett-Tätigkeit aufs Papier geworfen hat, ist genau das, was in der deutschen Humor-Lyrik fehlt.


Der Golfspieler

Solo-Spiel in einem Akt Der Kabarettist Hans Scheibner hat sich selbst dieses Solostück geschrieben, das mehr auf die Bühne eines kleinen Theaters als ins Kabarett gehört. Dass Scheibner über schauspielerische Mittel verfügt, die über die kabarettistische Darstellung hinausgehen, weiß man schon lange. Er hat sich nun selbst den Wunsch erfüllt, einen Abend mit der Darstellung eines Zeitgenossen zu gestalten, der auf absurde Weise für das wirklichkeitsfremde Anspruchsdenken in dieser Zeit steht.

Der Golfspieler kommt frühmorgens um 5 Uhr auf den Platz, um noch einmal allein 18 Löcher zu gehen bevor er seine Frau erschießen wird. Er bezieht aus den Etikette-Regeln für Golf die moralische Berechtigung für sein Vorhaben. Dass sie ihn eines Tages betrügen wird, war voraussehbar - sie aber hat ihn damals in Gegenwart seiner Freunde dazu gebracht, ihr zu schwören, sie umzubringen, falls sie ihn jemals betrügen sollte. Weil er wie viele Amateur-Golfspieler die Welt des Golfs mit der Wirklichkeit verwechselt, überträgt er den z.T. absurden Ehrenkodex beim Golfspiel auf sein persönliches Drama: Ein Golfspieler, der erwischt wird, wenn er beim Turnier einen Ball z.B. mit dem Fuß besser legt, wird auf Jahre gesperrt und aus seinem Verein ausgeschlossen. Er mag im bürgerlichen Leben mit noch so zweifelhaften Methoden sein Geld verdienen: als Golfspieler hat er die Etikette und die Regeln bedingungslos anzuerkennen. Der Golfspieler bildet sich nun ein, seine Ehre und auch die Ehre seiner Frau stünden auf dem Spiel, wenn eine einmal getroffene Vereinbarung einfach ignoriert wird - weil dann überhaupt nichts mehr ernst genommen werden muss.

Er geht während des Stücks mit seinem Bag einige Bahnen, schlägt ab, puttet ein, kommentiert seine Schläge usw. Bei dieser Gelegenheit gibt er nun einen Einblick in die "bessere Gesellschaft" der Golfspieler bzw. deren Arroganz gegenüber den Bestrebungen, Golf zum Volkssport zu machen. ("Eine letzte Bastion für Menschen, die es zu etwas gebracht haben, muss es schließlich noch geben" ) Gleichzeitig aber vermittelt er auch etwas von der Faszination des Sports - von der Paradoxie der Technik und den vielen komischen Situationen beim Spiel und im Clubleben.

Neue Kritik zum Golspieler

Golf ist paradox und Mord sinnlos


Hans Scheibner ging es in der Stadthalle Gifhorn nicht um die Sache, sondern ums Prinzip (sdo) Als Komödie war „Der Golfspieler“ von und mit Hans Scheibner angekündigt. Tatsächlich entpuppte sich dieses Ein-Mann-Stück als eine Betrachtung des Lebens an sich, die nicht nur Heiterkeit, sondern auch Nachdenklichkeit hervorrief.


Großansicht Grossansicht
Auf dem Golfplatz: Hans Scheibner zeigte das Für und Wider der Regeln auf. Photowerk (wer)
var

Hans Scheibner, selbst passionierter Golfspieler, spielt einen 64jährigen, der nach 28 Jahren Ehe eine Beziehung mit der blutjungen Klarinettistin Susan eingeht. „Sollte ich dich jemals betrügen, erschieße mich!“ ist ihr Wunsch. Scheibners Überlegungen des Für und Wider dieses Mordes spiegeln sich im Golfspiel und seinen Regeln. „Ich habe keinen menschlichen Standpunkt, ich bin Golfspieler. Für mich zählt nur die Etikette.“ Ein Regelwerk, das „dem Grundgesetz eines Staates entspricht“, aber ohne Emotionen, ohne Lärm, ohne störende Gleichberechtigung. Der Mord ist unsinnig, aber Etikette und Regeln verlangen ihn. Es geht nicht um die Sache, es geht ums Prinzip.
Bissig und sarkastisch, mit oft bösem Humor und doch nicht allzu weit von der Wahrheit entfernt erläutert Scheibner dem unwissenden Publikum nicht nur Green, Rough, Semirough und Sandbunkerharken. Wer reichliche Tausend Euro im Jahr an Beitrag nicht berappen kann, habe in dieser Elite, in diesem größten, edelsten und ästhetischsten aller Sportarten nichts verloren.
Scheibner, der sich als Golfspieler immer an die Etikette hält, findet zu weiteren Erkenntnissen. Wer sind denn die Golfspieler, die sich mit angemessen teurer Kleidung und Ausrüstung, mit Etikette und Investitionseinlagen vom Rest der Bevölkerung absetzen? Reiche, Mächtige, Politiker, Lügner und Betrüger. Golf wird symptomatisch für die Diskrepanz von Schein und Sein, im Spiel ebenso wie im Leben. Sind die Regeln wirklich richtig? Weder Demokratie noch Handicap berücksichtigen die Leistungsfähigkeit des Einzelnen. Golf ist paradox und der Mord sinnlos – und doch fällt am Ende ein Schuss.


Veröffentlicht am 25.01.2009 22:34 Uhr
Zuletzt aktualisiert am 25.01.2009 22:34 Uhr



 

 

 




Walther und Willy

Hans Scheibners satirische Spaziergänge mit seinem Hund Viele kennen und lieben ihn: Willy, den Airedale -Terrier. Man fragt sich manchmal: wer ist eigentlich der listigere Satiriker: der Hund oder Hans Scheibner, sein Herrchen? Seit fast zwei Jahren geht Scheibner in der NDR-Sendereihe DAS wöchentlich einmal mit seinem Hund "Gassi" - und bespricht mit ihm die großen und kleinen Weltereignisse. Das sieht so harmlos und spaziergängerisch aus - und ist doch in Wirklichkeit Kabarett und feine Satire. "Mein Hund ist der einzige Mensch, der mich wirklich begreift", sagt Scheibner. Aber das stimmt nicht ganz: denn die Sendung wird immer beliebter.

Die oft so irrsinnige, haarsträubende menschliche Wirklichkeit - aus der Perspektive eines vernunftbegabten Wesens gesehen - der des Hundes nämlich: das hat seine besondere Ironie. Mit Lesekostproben aus den gelungensten Beiträgen und mit Geschichten und Anekdoten aus Willys und aus Walthers Welt (Elsbeth, die resolute Ehefrau immer im Hintergrund) hat Scheibner jetzt ein kleines, vergnügliches Programm zusammengestellt: kritisch, frech, aktuell - und trotzdem noch immer liebevoll, wie eben nur ein Airedale -Terrier die Menschen sehen kann. Und Willy ist immer live dabei!

Home Programm Glosse der Woche Vita Bucher & CDs Kontakt Wann & Wo